Die Checkliste im Überblick
Bitte beachten Sie, dass die hier veröffentlichten Informationen auf keinen Fall eine kompetente sowie umfassende und persönliche Beratung ersetzen. Außerdem besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, wodurch auch keine Haftung übernommen wird.
1Die Lage und die Größe des Grundstücks! Bevorzugen Sie eine städtische oder ländliche Gegend? Wie ist die vorhandene Infrastruktur und die Verkehrsanbindung mit Straßen oder öffentlichen Verkehrsmitteln? Wie lange dauert von hier aus die Anfahrt zu Ihrer Arbeitsstelle? Prüfen Sie wichtige Dinge des täglichen Lebens, wie z. B. die Einkaufsmöglichkeiten, die ärztliche Versorgung oder vorhandene Schulen, da dies neben der Lebensqualität auch zum Werterhalt der Immobilie beiträgt!
2Ist ein Garten(anteil) vorhanden? Falls ja, ist dieser bereits bepflanzt und entspricht dies Ihren Vorstellungen?
3Ist das Grundstück voll erschlossen, oder fallen zukünftig noch Kosten, wie z. B. für die Straßenherstellung oder den Kanalanschluss, an? Berücksichtigen Sie auch den Internetanschluss, Kabel und Gas!
4Welchen Eindruck macht Ihnen die umliegende Wohngegend um das Grundstück?
5Wie hoch ist der örtliche Grundwasserspiegel? Traten hier bereits einmal Elementarschäden ein?
6Welche Beschaffenheit (z. B. Kies, Sand oder Lehm) hat der Boden? Denken Sie an die Versickerungsfähigkeit bei Starkregen oder die evtl. Installation einer Grundwasserwärmepumpe!
7Sind evtl. Rechte Dritter im Grundbuch eingetragen (z. B. Immissionsduldung) oder ggf. Altlasten (beispielsweise Bauschutt) vorhanden?
8Gibt es einen Bebauungsplan, und falls ja, welche Bestimmungen finden sich darin?
1Prüfen Sie den Energieausweis. Dieser zeigt die energetische Bewertung des Hauses auf. Genau wie die Energielabels, welche es z. B. bei Kühlschränken schon lange Zeit gibt, wird der Energieverbrauch in kWh pro m² sowie mit einer zusätzlichen farblichen Eingruppierung und ergänzenden Daten aufgeschlüsselt. Beachten Sie bei diesem Thema, dass es zwei Arten von Energieausweisen gibt: Der Verbrauchsausweis gibt den tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner*innen für einen bestimmten, rückwirkenden Zeitraum an. Der Bedarfsausweis nennt den theoretischen Energiebedarf und ist somit eine nutzerunabhängige Eingruppierung.
2Handelt es sich um ein freistehendes Haus oder ein Doppel- bzw. Reihenhaus? Die zweite Variante bringt Vorteile beim Energieverbrauch, eine freistehende Immobilie punktet jedoch durch einen größeren Individualismus.
3Wann wurde das Haus erbaut, und wie ist der Gesamtzustand? Achten Sie beispielsweise auch auf feuchte Stellen im Mauerwerk.
4An der Innenseite der Fensterverglasung ist oft das Herstellungsjahr vermerkt, ein prüfender Blick lohnt sich!
5Wie viel m² Wohnfläche hat das Haus, und wie sind die Räume eingeteilt? Denken Sie auch an zukünftige Änderungen Ihrer Lebenssituation. So kann der Eingang eines Hauses für einen Single ausreichend groß sein, für eine Familie mit Kinderwagen jedoch viel zu klein!
6Kann aufgrund der räumlichen Anordnung ein Teil untervermietet werden? Ist hierzu beispielsweise ein weiterer Eingang oder ein abgetrenntes Treppenhaus vorhanden?
7Welche Heizungstechnik ist verbaut, und wie alt ist diese? Neben der klassischen Öl- und Gasheizung gibt es sehr gute Alternativen wie z. B. die Wärmepumpe oder Pelletsheizung.
8Ist eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage vorhanden?
9Wie ist die fest verbaute Innenausstattung? Ist z. B. ein Kachelofen vorhanden? Gefällt Ihnen die Farbgestaltung der Räume und Fliesen, oder müssten Sie diese nach einem evtl. Kauf ändern?
10Ist eine Garage, evtl. mit weiteren Stellplätzen, vorhanden? Besitzt das Objekt eine Terrasse?
11Ist am Standort ein schneller Breitband-Internetzugang mit Glasfaser möglich? Wie sind im Haus die Kabelverbindungen dazu verlegt?
12Nebenkosten des Kaufs realistisch einplanen: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Maklerprovision kommen zum Kaufpreis hinzu – Details siehe unsere Nebenkosten-Übersicht.
13Fragen Sie Verkäufer:in bzw. Makler:in aktiv nach dem Verkaufsgrund, bekannten Mängeln und den Verbrauchsdaten der letzten Jahre.
14Planen Sie nach Möglichkeit einen zweiten Besichtigungstermin bei Tageslicht ein, und achten Sie auf Gerüche sowie Feuchtigkeitsspuren im Mauerwerk.
15Holen Sie rechtzeitig ein Angebot für die Wohngebäudeversicherung ein – je nach Grundwasserlage (siehe oben) ist ein zusätzlicher Elementarschadenschutz sinnvoll.
16Steht eine Anschlussfinanzierung an, oder überlegen Sie ein Forward-Darlehen? Ein Blick auf unsere Finanzierungsseiten lohnt sich frühzeitig.
17Bei älteren Gebäuden: Prüfen Sie, ob Denkmalschutz besteht – das kann Umbau- und Sanierungsmöglichkeiten einschränken.
1Genau wie bei einem Hauskauf ist es sehr wichtig, den Energieausweis genau zu prüfen (siehe oben).
2Wie viel m² hat die Wohnung?
3Ist eine Hausverwaltung bzw. ein Hausmeisterservice vorhanden? Falls ja, wie hoch sind die monatlichen Kosten (Hausgeld), und was ist damit abgedeckt?
4Informieren Sie sich über die Miteigentumsverhältnisse und Verträge mit der Hausverwaltung.
5Finden Eigentümerversammlungen statt? Falls ja, was wurde bisher beschlossen?
6Werden gewisse Einrichtungen gemeinsam genutzt? Denken Sie beispielsweise an einen Spielplatz oder eine gemeinschaftliche Müllentsorgung.
7Liegt die Wohnung im Erdgeschoss oder in einem höheren Stockwerk? Ist ein Aufzug vorhanden?
8Sind (Tief-)Garagen- oder Stellplätze vorhanden?
9Wie ist der Miteigentumsanteil im Grundbuch geregelt?
10Ab wann ist die Wohnung bezugsfrei?
11Kann in der Wohnung ein DSL-Zugang bestellt werden? Ist Glasfaser verfügbar?
12Auch hier gilt: Fragen Sie Verkäufer:in oder Makler:in nach dem Verkaufsgrund und bekannten Mängeln, und kalkulieren Sie Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notar mit ein – siehe unsere Nebenkosten-Übersicht.
13Klären Sie frühzeitig die Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung der Eigentümergemeinschaft und was diese abdeckt.
